Kampagne: Aufstehen gegen Rassismus

Wie wir der AfD etwas entgegensetzen können

Die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt sind ein Schock. Die AfD konnte in alle drei Landtage mit zweistelligen Ergebnissen einziehen. Wir erleben einen Rechtsruck – nicht nur in den neuen Bundesländern, sondern in ganz Deutschland. In vielen Städten gingen Menschen in den letzten Wochen und Monaten auf die Straße, um gegen die AfD, Pegida und Co. zu protestieren. Wir sind jetzt an einem Punkt angekommen, an dem wir eine bundesweite Initiative gegen Rassismus starten müssen.

Eine Kampagne, die mehr Menschen dazu ermutigt und befähigt gegen rassistische Hetze von AfD und Co. aufzustehen und klar zu sagen, dass unsere Alternative Solidarität heißt. In der Schule, an der Uni, auf der Arbeit, auf dem Fußballplatz, beim Konzert – überall!

Eine Kampagne bei der wir aus dem ständigen Reagieren heraus kommen und aktiv für eine bunte und solidarische Gesellschaft auf die Straße gehen.

Eine Kampagne, die auf die Aktivität von Vielen setzt und bei der jede und jeder vor Ort einen Beitrag leisten kann. Wir müssen die Mehrheit derjenigen sichtbar machen, die sich gegen Rassismus und Faschismus stellen und sagen: Nie wieder!

Die „Rote Linie“ neu ziehen

Im Nachkriegsdeutschland waren offen auftretende Nazi-Organisationen meist gesellschaftlich geächtet und isoliert. Das war keine Selbstverständlichkeit, sondern das Resultat von antifaschistischen und antirassistischen Kampagnen gegen NPD, Republikaner und andere. Auch wenn es immer Rassistinnen und Rassisten in der Mitte der Gesellschaft gab und gibt, waren klar rechte Parteien wie die NPD tabu.

Genau das gerät gerade ins Wanken: Die AfD greift weit aus und reißt Tabus ein. Sie setzt immer neue Themen, die andere aufgreifen. Vor allem aber ist die Rote Linie der Ächtung und Isolation durchbrochen. Rassistische Positionen werden von der AfD offen vertreten und immer mehr Menschen bekennen sich zu diesen.

Hier setzen wir an: Wir wollen die Linie der Ächtung neu ziehen. Wir wollen deutlich machen: RassistInnen und FaschistInnen sind keine Alternative, mit der man sich gemein machen sollte. Uns ist dabei klar, dass wir nicht alle RassistInnen vom Gegenteil überzeugen können, aber wir wollen die Linie der Akzeptanz neu ziehen. Damit klar wird: „Wenn du bestimmte Ansichten vertrittst, überschreitest du die rote Linie.“

Unsere Vorschläge

Stammtischkämpfer*innen ausbilden: Ein bundesweites Schulungsprogramm, um möglichst viele Menschen mit Argumenten gegen die AfD und Co. auszubilden und uns selbst sprachfähig zu machen und uns darüber vernetzen.

Aktionen vor Ort: Überall wollen wir den Rassistinnen und Rassisten entgegentreten und deutlich machen, dass Rassismus und Faschismus keine Meinungen sind, sondern auf den Müllhaufen der Geschichte gehören.

Massenmaterial erstellen: Wir wollen über die AfD und andere RassistInnen aufklären. Dafür brauchen Flyer, Plakate, Social-Media Kanäle und vieles, vieles mehr: Um die Mehrheit der Menschen, die für eine solidarische Alternative sind sichtbar zu machen.

Bundesweite Mobilisierung: Wir wollen rauskommen aus dem Reagieren und öffentlich sichtbar ein Zeichen gegen Rassismus und Faschismus setzen. Gemeinsam sind wir stark und viele. Wir organisieren darum am 3. September - 2 Wochen vor den Wahlen in Berlin - eine Demo und ein Konzert gegen Rassismus und gegen die AfD.